Wechselbad der Gefühle beim bayerischen Gastspiel

Es war eine bemerkenswerte Fahrt in bayerische Gefilde. Am Samstag, 22. Februar 2020, stand das Jubiläumsspiel auf dem Programm: Beim TV Wackersdorf trat unser GO Rhein-Main-Team zum 100. Mal seit 2013 in einem Meisterschaftsspiel an (siehe Zusatzbericht). Am Ende verlor die Mannschaft durch einen Gegentreffer 30 Sekunden vor der Schlusssirene unglücklich mit 4:5 (2:2). Einen Tag später, in der 101. Begegnung, sorgten die Germanen für den Schlusspunkt. 14 Sekunden vor dem Ende gelang der hochverdiente 6:6 (3:3)-Ausgleich gegen den FC Deisenhofen. So nahm die weite Reise ein versöhnliches Ende.

„Das war ein Wechselbad der Gefühle“, fasste Team-Manager Bernd Barutta zusammen, „zweimal gut gespielt und dennoch wären wir nach vielen Unkonzentriertheiten fast mit leeren Händen nach Hause gefahren“.

Es waren ausschließlich individuelle Fehler, die die Rödermärker immer wieder in Bedrängnis brachten. Katastrophale Fehlpässe vor dem eigenen Strafraum sowie fehlerhaftes Stellungsspiel luden die Gegner in beiden Begegnungen immer wieder zum Tore schießen ein und standen im krassen Gegensatz zum guten Offensiv- und Kombinationsspiel vor dem Tor des Gegners.

In beiden Partien zeigte sich, dass GO Rhein-Main inzwischen eine wirkliche Futsal-Mannschaft ist und nicht vornehmlich mit fußballerischen Mitteln zum Erfolg kommen möchte. Die fokussierte Trainingsarbeit vom Trainergespann Georgi Lovchev und Anton Kniller zeigt deutlich Früchte. „Wir brauchen uns“, so der Coach, „gegen keinen Gegner mehr fürchten. Lediglich der Deutsche Meister TSV Weilimdorf spielt in einer anderen Liga.“

Den überragenden Part in beiden Partien spielte Salko Martinez, der alleine fünf der zehn Tore in den Spielen gegen Wackersdorf und Deisenhofen erzielen konnte, darunter auch den viel umjubelten Ausgleichstreffer Sekunden vor dem Ende gegen Deisenhofen. In die Torschützenliste konnten sich darüber hinaus Ivan Pulic (2), Janis Bittner, Manuel Fernandez und Petar Maric eintragen.

Besonders fair verhielt sich der FC Deisenhofen. Kurz vor Ende des Spiels entschieden die Unparteiischen auf Zehn-Meter-Strafstoß für die bayerischen Gastgeber. Nach Befragung des betroffenen Spielers, der bestätigte, nicht gefoult worden zu sein, nahmen die Schiedsrichter ihre Entscheidung zurück.

Während die beiden badischen Mannschaften GSV Karlsruhe und der Villalobos FC faktisch abgestiegen sind, steigt die Spannung um den dritten Abstiegsplatz weiter an. Hinter dem TV Wackersdorf auf Platz vier mit 22 Punkten folgen gleich vier Teams mit jeweils 19 Punkten auf der Habenseite: GO Rhein-Main, der TSV Neuried, der FC Penzberg und Pars Neu-Isenburg. Am kommenden Wochenende (Samstag, 29. Februar 2020, Anstoss 15.00 Uhr, Halle Urberach) trifft die Germania im Duell der Tabellennachbarn auf den TSV Neuried. Für beide Mannschaften gilt: Verlieren verboten.

Futsaljubiläum zum 100. Meisterschaftsspiel

Am Samstag, 22. Februar 2020, feierte das Futsal-Team von Germania Ober-Roden ein kleines Jubiläum. Die Regionalliga-Partie beim TV Wackersdorf war das 100. Punktspiel der Germania in der Futsal-Historie des Vereins.

Das erste Spiel fand am 21. September 2013 in der Sporthalle Frankfurt-Seckbach statt. In der damaligen hessischen Futsal-Verbandsliga trafen die Rödermärker auf Espanol Offenbach. Am Ende stand ein 4:4-Unentschieden, das für die Neulinge auf dem Hallenparkett ein respektables Ergebnis war. Am Ende der ersten Spielzeit stand der Aufstieg in die Futsal-Hessenliga und 2015/16 gehörte das Team zu den Gründungsmitgliedern der vom Süddeutschen Fußball-Verband ins Leben gerufenen Futsal-Regionalliga. In dieser höchsten Futsal-Spielklasse konnte sich die Germania bis heute halten. 

Im Gegensatz zu weitaus größeren und renommierteren Vereinen, wie Eintracht Frankfurt, die heute keine Futsal-Mannschaft mehr haben, oder dem SV Darmstadt 98, der heute in der Futsal-Hessenliga spielt, hat es Germania Ober-Roden geschafft, die Herausforderungen der überregionalen Spielklasse jedes Jahr erneut zu bewältigen.

„Wir hoffen, dass wir am Ende der Saison wieder den Klassenerhalt schaffen“, sagt Team-Manager Bernd Barutta. „Es ist jedes Jahr auf’s Neue ein schwieriges Unterfangen. Die Konkurrenz wird in jeder Saison größer und der finanzielle Aufwand höher“.

Aufzeichnungen über die Partie im Herbst 2013 gibt es nicht mehr. Nur so viel steht fest: Von den damals Aktiven ist heute niemand mehr im Kader.

A-Junioren der Germania sind Futsal Regionalmeister der Region Darmstadt

Der Wahnsinn bei den A-Junioren des 1. FC Germania Ober-Roden in der Hallen Futsal Meisterschaft nimmt kein Ende. Am Samstag wurde die Germania in Stockstadt /Rhein mit drei Siegen und einem Unentschieden Futsal Regionalmeister der Region Darmstadt.  Somit spielt die Germania am Samstag dem 29. Februar in Homberg/Efze um die Hessenmeisterschaft im Futsal der A-Junioren.

Im ersten Spiel gab es gegen den späteren zweitplatzierten TSV Seckmauern ein 3:1 Sieg. Die zweite Partie gegen den SV Erzhausen endete mit 1:1 Unentschieden.  Hecktisch wurde es dann im dritten Spiel gegen die JSG Riedstadt.  Nach einer souveränen 3:0 Führung verlor die Germania kurzzeitig die Übersicht. Nach zu vielen Fouls und einer Zweiminuten Zeitstrafe brachte man schließlich einen 3:2 Sieg noch über die Zeit. Für die Meisterschaft benötigte nun die Germania im letzten Spiel gegen den FJV Alsbach/Auerbach einen Sieg.  Vier Minuten vor dem Abpfiff erlöste dann Colin Falk mit dem 1:0 Siegtreffer die Germania und somit den Gewinn der Regional-Meisterschaft im Futsal.

Begleitet wurden die A-Junioren der Germania nach Stockstadt von 60 mitgereisten Fans, Eltern und Freude der Mannschaft. Team Manager Gregor Metz hatte dafür extra einen Bus gechartert. Auch nach Homberg/Efze ist der Bus schon reserviert.

Es spielten:

Felix Krug Lopez (Tor), Kapitän Leon Obmann (1 Tor), Moritz Hesse (2), Jan Kantz (1), Marc Bozseyovski  (1), Alexander Weinbuch, Fynn Kantz , Luis Fleckenstein, Soufiane Akarkach und Colin Falk (3); Stand-by Rico Kaupert. 

Manuel Fernandez macht es mit Köpfchen

Manuel Fernandez gelang ein ungewöhnliches Kunststück in einem Futsalspiel: Im Aufeinandertreffen mit dem FC Penzberg erzielte er ein für diese Fußballvariante seltenes  Kopfballtor. Mit seinem Treffer zum 2:2-Ausgleich legte er den Grundstein für einen hart umkämpften 6:2 (1:2)-Erfolg gegen die Mannschaft vom Starnberger See. 

„Wir haben die ersten 20 Minuten total verschlafen“, schüttelte Kapitän Janis Bittner den Kopf, „wir fanden überhaupt nicht in die Partie.“ So war es kein Wunder, dass GO Rhein-Main nach acht Spielminuten mit 0:2 im Hintertreffen lag. Auch der Anschlusstreffer durch Hassan Ouassini nach 15 Spielminuten brachte in Halbzeit eins noch keine Ruhe in das Spiel der Gastgeber.

Kein Wunder, dass es in der Halbzeitpause etwas lauter in der Kabine wurde. Trainer Lovchev machte seinem Ärger Luft und forderte, den „Tiefschlaf“ kompromisslos zu überwinden. „Wir konnten uns in der Anfangsphase überhaupt nicht auf den Gegner einstellen. Immer wieder wurden wir in der Defensive vorgeführt“, so der Coach. Einzig Torwart Juo Kado verhinderte durch hervorragende Reflexe weitere Treffer der bayerischen Gäste.

Dabei wurde die Germania bereits kurz vor dem Anpfiff geschockt. In der Aufwärmphase verletzte sich Salko Martinez so schwer, dass er nicht mehr eingesetzt werden konnte. Eine Bänderdehnung im rechten Fuß oder sogar ein Bänderriss war die erste Diagnose. 

Während nach der Pause die Defensive der Germania besser sortiert war, blieb der Erfolg im Angriff noch aus. Erst in den letzten zehn Minuten der zweiten Halbzeit agierte das Germania-Team mit mehr Souveränität. Marcello Jansa sorgte mit seinem ersten Saisontreffer (32.) für die umjubelte Führung von GO Rhein-Main und brachte die Gastgeber auf die Siegerstraße. Erneut Fernandez (37.), Jansa (38.) und Anton Kniller (40.) bauten den Vorsprung aus und belohnten die Mannschaft mit einem wichtigen Erfolg im Abstiegskampf.

In der Endphase der Saison gewinnt der Abstiegskampf an Dramatik. Das Feld rückt immer enger zusammen. Die Punktedifferenz von Platz vier (Wackersdorf, 19 Punkte) bis zum ersten Abstiegsplatz (Penzberg, 16) beträgt nur drei Zähler. Ober-Roden belegt mit 18 Punkten in der Tabelle den fünften Rang.

Am kommenden Wochenende muss die Germania gleich zweimal ran. Erst tritt das Team am Samstag, 22. Februar 2020, beim Auswärtsspiel beim TV Wackersdorf (Hinspiel 3:6) an und einen Tag später folgt das Gastspiel beim FC Deisenhofen (Hinspiel 4:2).

Bildzeile: Manuel Fernandez in Aktion

Knappe Niederlage beim Tabellenführer

Mit einer ausgesprochen defensiven Spielweise zog sich GO Rhein-Main beim amtierenden Deutschen Meister und verlustpunktfreien Tabellenführer TSV Weilimdorf hervorragend aus der Affäre. Am Ende musste sich das Germania-Team mit 2:4 (1:2) dem spielstarken Gastgeber geschlagen geben.

„Aus einer kompakten Abwehr heraus“, so Trainer Georgi Lovchev, „wollten wir den Gegner mit schnellen Kontern in Verlegenheit bringen.“ Zu Beginn der Partie ging das Konzept auf. So gelang Janis Bittner nach 14. Spielminuten nach einem schnell vorgetragenen Angriff die überraschende 1:0-Führung für GO Rhein-Main.

Der Spitzenreiter ließ sich dadurch jedoch nicht aus der Ruhe bringen und ging bis zum Pausenpfiff mit 2:1 in Führung. Die Überlegenheit der Gastgeber setzte sich auch in der zweiten Halbzeit fort. Die Germania musste die Dominanz des Gegners anerkennen und lag nach 33. Spielminuten mit 1:4 zurück. Dem eigenen Konzept, aus einer verstärkten Defensive zu agieren,  blieb das Team dennoch treu:  Auf keinen Fall wollte das Team dem TSV Weilimdorf ins offene Messer laufen. Janis Bittner gelang der 2:4 (34. Minute) Anschlusstreffer. Der Kapitän erzielte damit seinen zehnten Saisontreffer und ist damit erfolgreichster Schütze seines Teams. 

Da sich der TSV Weilimdorf in der verbleibenden Spielzeit ebenso verstärkt der Ergebnissicherung widmete, um die eigene Führung nicht in Gefahr zu bringen, konnte keine der beiden Mannschaften weitere Torerfolge bejubeln.

„Das Ergebnis beweist, dass wir uns weiter entwickelt haben“, so Lovchev, „das gibt uns das nötige Vertrauen, um in den kommenden Partien die notwendigen Punkte für den Klassenerhalt zu erspielen.“ Dazu besteht bereits in der kommenden Woche Gelegenheit. Mit dem FC Penzberg gastiert in der Halle Urberach (Samstag, 15.2.2020, Anstoß15.00 Uhr). Der Neuling vom Starnberger See hat mit 16 Punkten einen Zähler mehr auf dem Konto als die Germania.

Foto: Jannis Bittner

Verdienter Lohn für beherzten Auftritt: 4:2 gegen Deisenhofen

Die Mienen der Germania-Verantwortlichen waren nur vor dem Anpfiff gegen den bayerischen Gast aus Deisenhofen verdunkelt, als klar wurde, dass mit Mohammed Hakimi und Ivan Pulic gleich zwei Leistungsträger wegen einer Verletzung pausieren mussten. Doch wer erwartet hatte, dass die Ausfälle das Team von Trainer Georgi Lovchev entscheidend schwächten, wurde eines Besseren belehrt. Am Ende stand ein verdienter 4:2 (2:2)-Erfolg gegen den FC Deisenhofen.

Die Gäste aus dem Münchener Umland begannen selbstbewusst und setzten gleich zu Beginn die Germania-Abwehr mächtig unter Druck. Doch wie schon in den vorherigen Spielen verteidigten die Gastgeber geschickt und routiniert. In der siebten Spielminute dann der überraschende Führungstreffer für GO Rhein-Main, als sich zwei Deisenhofener gegenseitig behinderten und den Ball am Ende ins eigene Tor beförderten. 

Optisch überlegen, blieb den Gästen allerdings ein Torerfolg bis zur 19. Spielminute versagt. Dem 1:1 folgte jedoch nur wenige Sekunden später der erneute Germania-Führungstreffer durch Petar Maric. Postwendend glich Deisenhofen noch vor der Pause aus. Drei Tore ins zwei Minuten, mit 2:2 ging es in die Kabinen.

In der zweiten Spielhälfte das gleiche Bild. Deisenhofen dominierte optisch und die Germania traf. Es war Salko Martinez vorbehalten, der nach einem schnellen Angriff über drei Stationen die Hereingabe von Anton Kniller eiskalt verwertete (31.). 

„Es war eine abgeklärte Leistung unseres Teams“, so Coach Lovchev. “Beeindruckend auch, dass wir trotz der enormen Laufleistung in der Defensive in der Schlussphase konditionell weiter topfit waren“.

In den verbleibenden Minuten erlebten die Zuschauer einen zunehmend nervöseren Gegner und der Druck auf die Rödermärker Defensive schwand zusehends. Drei Minuten vor dem Ende die Entscheidung: Kapitän Bittner nutzte einen kapitalen Abspielfehler kurz vor der Strafraumgrenze und konnte den Ball unbedrängt ins leere Tor zum 4:2-Endstand schießen (38.).

Ein sicherer Rückhalt war auch-Schlussmann Juo Kado, der zusammen mit Nils Hemmenstädt das gut funktionierende Torhüter-Team bildet. Einen gelungenen Einstand in der Regionalliga-Mannschaft feierte Neuzugang Erik Ahmetaj, der nach der Winterpause zur Germania kam und sich nahtlos in seine Mannschaft einfügte.

In zwei Wochen muss GO Rhein-Main beim amtierenden Deutschen Meister TSV Weilimdorf (Samstag, 1. Februar 2020, 17.00 Uhr) antreten. Maßstab aller Dinge im Vereinsfutsal in Deutschland. „Da erwartet uns in Stuttgart eine besondere Herausforderung. Doch auch dort startet das Match 0:0. Kampflos geben wir uns nicht geschlagen“, zeigt sich Kapitän Bittner selbstbewusst vor dem Spiel gegen den verlustpunktfreien Tabellenführer.

Klarer Erfolg im Hessenderby gegen Pars Neu-Isenburg

Deutlicher, als selbst von Optimisten erwartet, bezwang das GO Rhein-Main Team den Lokalrivalen von Pars Neu-Isenburg. Mit einem 11:3 (4:2)-Erfolg gelang den Rödermärkern eine überzeugende Revanche für die unerwartete 3:6-Hinspiel-Niederlage zum Saisonstart. 

Dabei dominierte die Germania-Mannschaft von Trainer Georgi Lovchev von Beginn an das Geschehen. Bereits nach sieben Spielminuten führten die Gäste mit 3:0. Den Torreigen eröffnete der erneut überragende Mohammed Hakimi, als er nach genau 150 Sekunden zum Abschluss einer gelungenen Doppelpass-Kombination mit Salko Martinez den Ball ins Tor der Gäste schob. Im Laufe der Partie sollten vor den Augen von Germania-Präsident Norbert Rink und dem Team-Manager der ersten Fußball-Mannschaft, Daniel Hoffstadt, noch drei weitere Tore von Hakimi (3:0, 7. Minute, 5:2, 21.; 10:3, 33.) folgen. 

„Wir wollten mit schnellem Kombinationsspiel zum Erfolg kommen“, kommentierte Trainer Lovchev, „das ist uns in der gesamten Partie gelungen. Vor allem in Hälfte zwei wurde dabei auch eine optimale Trefferquote erreicht.“

„Heute hat eine gut eingespielte und spezialisierte Futsal-Mannschaft gegen ein Team, das mit rein fußballerischen Mitteln zum Erfolg kommen wollte, überlegen gewonnen“, urteilte der Futsal-Beauftragte des Hessischen Fußball-Verbandes, Michael Losansky, der das Spiel auf der Tribüne verfolgte. 

„Wir haben heute eine fast perfekte Leistung auf das Parkett gelegt“, ergänzt Trainer Lovchev, „einziger Kritikpunkt bleibt diesmal, dass wir uns zu sehr zu unnötigen Fouls hinreißen ließen. In den Zweikämpfen fehlt uns da zu oft noch die notwendige Abgeklärtheit“.

Vier Siege in den letzten fünf Spielen haben das Selbstvertrauen beim Team von GO Rhein-Main zurückkehren lassen.  Nach dem katastrophalen Start mit Niederlagen in den ersten drei Saisonspielen konnte sich die Mannschaft spielerisch stabilisieren. Am kommenden Wochenende ist der um zwei Punkte bessere Tabellenvierte FC Deisenhofen zu Gast in der Halle Urberach (Samstag, 25. Januar 2020, Anstoß 15.00 Uhr). „Das Spiel wird die Richtung für die weitere Saison vorgeben“, so Kapitän Jannis Bittner, „bei einem Sieg finden wir uns in der oberen Tabellenhälfte wieder und dürfen unseren Blick nach oben richten, bei einer Niederlage steht weiter der Kampf um den Klassenerhalt im Fokus“.

Die weiteren Torschützen der Germania waren: Jannis Bittner (4:1, 18.; 7:2, 26., 8:2, 28.), Salko Martinez (9:2, 31.; 11:3, 35.), Petar Maric (2:0, 4.) und Anton Kniller (6:2, 26.).

Auswärtssieg beschert Nicht-Abstiegsplatz

Es war ein hart umkämpfter 5:4 (3:2)-Erfolg im Auswärtsspiel beim Villalobos F.C. Ein ganz wichtiger Sieg im Abstiegskampf. Mit nunmehr neun Punkten auf dem Konto verlässt GO Rhein-Main erstmals in dieser Saison die Abstiegsplätze und rangiert jetzt auf dem sechsten Tabellenrang.

Zum Matchwinner avancierte in der dramatischen Partie Mohammed Hakimi. Nach einem fünfmonatigen Studienaufenthalt in Thailand konnte er erstmals in dieser Saison in das Spielgeschehen eingreifen. Wie wertvoll er für die Germania ist, bewies er in der Schlussphase der Begegnung, als er in der 36. und 37. Minuten gleich zweimal ins gegnerische Tor traf und aus einem 3:4-Rückstand eine 5:4-Führung machte, die eine beherzt und clever verteidigende Mannschaft aus Rödermark nicht mehr aus den Händen gab.

„Der Sieg war hoch verdient“, bewertete Trainer Georgi Lovchev das Ergebnis, „wir hätten die Partie viel früher entscheiden können.“ Im Blick hatte der Coach dabei die Möglichkeit, durch drei Zehn-Meter-Strafstöße in der ersten Halbzeit entscheidend davonzuziehen. „Leider vergaben wir zweimal und setzen den Ball neben das Tor“.

GO Rhein-Main musste sich im ersten Spiel nach der Weihnachtspause gegen einen ausgesprochen ruppig agierende Gastgeber durchsetzen. „Unser großer Vorteil war es“, so Manager Bernd Barutta, „dass wir uns in der Hektik durch den Gegner nicht verwirren ließen und auch nach dem zwischenzeitlichen Rückstand fest an den Erfolg geglaubt haben“.

Die weiteren Tore der Germania erzielten Janis Bittner (1:0, 4. Minute) und Ivan Puljic 3:2, 17.). Der fünfte Treffer resultierte zum 2:1 durch ein Eigentor der Karlsruher (8.).

In der kommenden Woche kommt es zum Lokalderby. Go Rhein-Main muss bei Pars Neu-Isenburg antreten. Nach der Niederlage zum Saisonauftakt (3:6) hoffen Spieler und Verantwortliche natürlich auf ein besseres Abschneiden gegen den Aufsteiger.

11. Januar 2020, Saison 19/20, Nr. 7

Bildzeile: Großer Jubel nach dem Abpfiff nach dem Sieg in Karlsruhe.

Petar Maric sichert erneut drei wichtige Punkte

Wie schon in der Vorwoche bedurfte es einer Kraftanstrengung in den letzten Spielminuten, um mit einem 5:3 (2:0)-Erfolg gegen den GSV Karlsruhe den zweiten Sieg in Folge zu erzielen. Nach spielerisch überzeugenden ersten 20 Minuten, in der die Germania durch Treffer von Manuel Fernandez (13.) und Salko Martinez (16.) in Führung ging, brachte zu Beginn von Hälfte zwei ein von Janis Bittner abgefälschter Schuss den Anschlusstreffer. Diese unglückliche Aktion verunsicherte die Gastgeber und die bisher gezeigte Souveränität ging verloren. So kam es, dass es nach weiteren Toren auf beiden Seiten zwei Minuten vor der Schlusssirene 3:3-Unentschieden stand.

Doch wie bereits beim Auswärtsspiel am vergangenen Wochenende in Neuried behielten die Rödermärker die Nerven. Es war wiederum Petar Maric, der mit seinen Saisontreffern drei und vier in der vorletzten und letzten Spielminute die entscheidenden Impulse setzte und den Sieg sicherstellte. 

„Es war ein hartes Stück Arbeit“, so Spielertrainer Anton Kniller. „Der Neuling aus Karlsruhe bot spielerisch guten Futsal und hat uns alles abverlangt.“ Die Tatsache, dass die Karlsruher ausschließlich mit gehörlosen Spielern antraten, hatte keinen Einfluss auf das Spielgeschehen. Für die Akteure auf dem Spielfeld machte es überhaupt keinen Unterschied.

„Es ist wirklich beispielhaft, wie hier Sportler mit und ohne Behinderung gemeinsam in einer Spielklasse gegeneinander antreten können“, erklärte Team-Manager Bernd Barutta. Bemerkenswert auf Seiten der Germania auch die Leistung von Salko Martinez. Der Stammspieler der vergangenen Saison kehrte nach einem sechsmonatigen Auslandsaufenthalt zurück ins Team. Probleme bei der Eingewöhnung gab es keine. Im Gegenteil, mit zwei Treffern (16., 34.) fügte er sich nahtlos wieder in die Mannschaft ein und verdeutlichte, wie wichtig sein kraftvolles und körperbetontes Spiel für GO Rhein-Main ist. 

Durch den Sieg verlässt die Germania vorerst den letzten Tabellenplatz. Ansporn genug, dass Kniller bereits kurz nach dem Spiel den Blick nach vorn richtet: „Wir haben uns in den letzten zwei Begegnungen zu einem kompakten Team zusammengefunden. Jetzt gilt es im nächsten Spiel gegen Jahn Regensburg zu beweisen, dass wir auch gegen Spitzenmannschaften mithalten können.“ Die Partie gegen den Deutschen Meister von 2017 findet ebenfalls in der Halle Urberach am Samstag, 7. Dezember 2019 (Anstoß 15.00 Uhr) statt.

6:5 Sieg nach dramatischer Schlussphase in Neuried

Drei Minuten vor Spielende drohte die vierte Niederlage in Folge. 3:5 lag das Germania-Team gegen den TSV Neuried in Rückstand. Doch dann begann eine dramatische Schlussphase, in der die Rödermärker die Begegnung innerhalb von 170 Sekunden drehen konnten und einen viel umjubelten 6:5-Auswärtssieg (3:3) feiern durften.

Mit den ersten drei Punkten in dieser Saison wurde eine couragierte Leistung belohnt. Über fast die gesamte Spielzeit stellte GO Rhein-Main das bessere Team. Lediglich die Tatsache, dass beste Einschussmöglichkeiten gleich reihenweise vergeben wurden, führte zum zwischenzeitlichen zwei Tore Rückstand. Mehrfach wurde nur der Pfosten des gegnerischen Tores getroffen oder die Spieler scheiterten in eins-zu-eins Situationen am fehlerlosen Neurieder Torwart.

„Gegenüber den letzten Wochen haben wir uns erheblich gesteigert“, resümierte Co-Trainer Georgi Lovchev. „Unser eigenes Unvermögen vor dem gegnerischen Tor wäre aber fast bitter bestraft worden“. „Auch ein Sieg mit drei oder vier Toren Vorsprung wäre nicht unverdient gewesen“, ergänzte Kapitän Janis Bittner.

Ein wichtiger Baustein des Sieges war eine kluge Defensivleistung. Gastgeber Neuried liebt das schnelle Konterspiel gegen einen offensiven Gegner: „Uns war klar, dass wir die Absicherung nach hinten keine Sekunde lang vergessen durften“, verdeutlichte Lovchev die Marschrichtung. „Wir drehten den Spieß um, und sorgten mit eigenem schnellen Umschaltspiel nach vorn immer wieder für Gefahr“. Die ersten drei Neurieder Tore waren dann auch folgerichtig nur drei Standardsituationen geschuldet, darunter einem Zehn-Meter-Strafstoß der Gastgeber.

Gleich zu Beginn des Spiels durfte Petar Maric einen Rekord verbuchen. Bereits nach 30 Sekunden erzielte er den ersten Treffer für die Germania, das schnellste jemals von GO Rhein-Main erzielte Tor in der Regionalliga. Das Glück für Maric wurde komplett, als er 34 Sekunden vor der Schlusssirene mit seinem zweiten Saisontreffer den nicht mehr für möglich gehaltenen Siegtreffer erzielte. Die weiteren Tore für das Germania-Team erzielten Manuel Salazar Fernández (8.), Milorad Dzabic (9,), Anton Kniller (38.) und Dusan Bosancic (39.).

Am kommenden Wochenende steht eine Premiere auf dem Programm: Mit dem Gehörlosen SV Karlsruhe tritt erstmals eine Mannschaft mit Spielern mit körperlicher Beeinträchtigung in der Halle Urberach (Samstag, 23. November 2019, Anstoß 15.00 Uhr) an. Der Aufsteiger aus Baden steht in der Tabelle mit vier Punkten zwei Plätze (8) vor der Germania (10). Ein wichtiges Spiel im Kampf um den Klassenerhalt.