Mentalitätssieg im Kampfspiel
Germania-Sympathisant wird Langstadt-Trainer Max Martin wohl nicht mehr. Schon an seiner alten Wirkungsstätte in Walldorf konnten wir ihm einst den sicher geglaubten Aufstieg vermiesen und selbst das Tor nach oben durchschreiten. Und auch auf neuem Posten gibt es im ersten Aufeinandertreffen mit unseren Germanen nichts zu holen – obschon sich das Heimteam durchaus bemüht.
Doch nimmt unser Team auf semi-bespielbarem Rasen den Kampf mehr als an und wirft alles in die Waagschale, um die Sieglos-Serie zu beenden. Julian Siegmund verkörpert exemplarisch den Geist des Nachmittags. Auf der rechten Schiene gewinnt er wahrscheinlich jeden einzelnen Zweikampf gegen Topscorer Postall und kann nur durch einen blutenden Cut aus dem Spiel genommen werden. Fast jeder Schussversuch der Langstadt/Babenhäuser Angriffsreihe wird geblockt, in der Nachspielzeit rettet Fabian Geyer sogar dreifach in höchster Not für den geschlagenen Keeper, indem er seinen Körper ein ums andere Mal in die Schussbahn wirft. Sebastian Marweg und Konsorten führen mit vollem Einsatz unzählige Zweikämpfe und köpfen mindestens zwanzig knallhart aufgepumpte (Flanken-)Bälle aus dem Strafraum – und was selbst dann noch durchkommt hält hinten unser 73-Kilo-Koloss Felix fehlerlos.
So reicht uns ein Kopfballtor von Kapitän Marc Züge nach Abdulrahman Sancaks Freistoßflanke, um das Spiel nach einer halben Stunde unumkehrbar in unsere Richtung zu kippen.
Eine Partie, die auf steinhartem Boden enorm Körner gekostet hat (auch Abwehrchef Drilon Jashari muss angeschlagen den Platz verlassen), gleichzeitig aber auch neue Kräfte freisetzt. Die gemeinsam gewonnene Schlacht schweißt nach einer langen Zeit des Darbens um so mehr zusammen und macht durchaus Lust auf ein letztes Highlight des Jahres daheim an der Frankfurter Straße, sofern auch diese Partie am Freitagabend denn stattfinden kann.







