Eine Saison wie sie anders nicht hätte sein können

Germania Ober-Roden blickt zurück auf eine überaus erfolgreiche Saison 2025/26. Die erste Mannschaft erzielt in ihrem letzten Spiel bei SV Pars Neu-Isenburg einen 4:3 Sieg, der den Verlauf der vergangenen Saison spiegelt. Bis zur Halbzeit stand es bereits 3:1 für die Bäcker-Elf, angefangen durch ein Doppelpack (15‘, 17‘) kurz hintereinander durch den scheidenden Sascha Ries. In einer Galavorstellung ging er durch die Pars-Abwehr und ließ keinen Zweifel aufkommen, dass er nicht nur als rechter Verteidiger in der Elf seinen Dienst tat, sondern auch zum Toreschießen da war. Wir werden ihn vermissen. Den dritten Treffer setzte Routinier Johannes Günther in der 33. Minute. Das frühe Gegentor in der 12. Minute der Hausherren war damit Makulatur. In der zweiten Hälfte ließ man, trotz Anschlusstreffer nichts mehr anbrennen und setzte den vierten Treffer zur Sicherheit in der 67. Minute durch Arian Hamidkhani. Mit diesem Saisonabschluss steht die Mannschaft auf dem 5. Tabellenplatz, mit insgesamt 53 Punkten und einem Torverhältnis von 64:54 in der Verbandsliga Süd. Lediglich neun Spiele von 32 gingen verloren in einem durchweg höherem Leistungsniveau wie seit Jahren nicht. Und das, obwohl die Mannschaft mit vielen Ausfällen, darunter alle drei Torhüter, mit Verletzungen zu kämpfen hatte.

Der größte und aktuellste Erfolg der Germania im Hessenpokal fand in den vergangenen Monaten statt. In den beiden Jahren zuvor war jeweils im Achtelfinale Schluss. 2024 gegen den FSV Wolfhagen im Elfmeterschießen und 2025 gegen den TSV Steinbach. Als Sechstligist sensationell bis ins Halbfinale im Hessenpokal, hat man schon zu diesem Zeitpunkt Vereinsgeschichte geschrieben. Auf dem Weg dorthin schaltete die Mannschaft unter anderem im Februar 2026 den Regionalligisten Hessen Kassel aus (2:1). Im Halbfinale war dann vor heimischer Kulisse gegen den Drittligisten SV Wehen Wiesbaden Endstation. 2500 Zuschauer nahmen den Weg an die Frankfurter Straße auf sich, um dem Spektakel, das live auf dem Videokanal von Hessischen Fernsehen zu sehen war, dabei zu sein. Am Ende hieß es 0:4 für die Gäste und alle waren überrascht, dass der Unterschied keine drei Ligen ausmachte. Auch in diesem Jahr hat man sich zum sechsten Mal in sieben Jahren mit dem Kreispokal-Gewinn erneut für den Hessenpokal qualifiziert. 

Das Team unter der Leitung von Trainer Fabian Bäcker und Co-Trainer Erich Jäger, sowie Teammanagerin Stella Hitzel, dem Physiotherapeuten Paul Schwaar, dem Videoanalysten David Stemann und der Unterstützung durch den Sportlichen Leiter Dennis Schulte, kann auf die rückblickende Saison äußerst stolz sein. 

Die zweite Mannschaft hat es in der Kreisliga A Dieburg unangefochten bis auf den dritten Platz geschafft. Ihr letztes Spiel absolvierte das Team beim TSV Klein-Umstadt und gewann mit 4:2 Toren. Mit insgesamt 62 Punkten und einem Torverhältnis von 84:39 steht das Team unter der Leitung von Moritz Hesse und Co-Trainer Michael Reisert auf einem sagenhaften Leistungsstand, den man als Basis für einen möglichen Wiederaufstieg in die Kreisoberliga in der kommenden Saison sehen kann. Die vergangene Saison war zweifelsohne auch ein Garant der Führungsstärke im Team – wir berichteten über den entstandenen Spirit des Erfolgs im letzten Jahr. Die beiden haben ein glückliches und soziales Händchen dafür, wie man eine Mannschaft motiviert, ohne dass das Geld fließt in Strömen. Aus dem Slogan „Tradition, Leidenschaft, Germania“ ist nicht nur eine Bandenwerbung, sondern gelebte Gemeinsamkeit geworden. 

Die dritte Mannschaft der Germania ist ebenfalls stolz auf den sechsten Tabellenplatz der Kreisliga B Dieburg. Mit insgesamt 45 Punkten nach 30 Spielen steht man als einzige dritte Mannschaft unter ersten und zweiten Teams, mit Ausnahme der TS III, in der oberen Hälfte der Liga und hatte von Anfang an keine Mühe, sich vom Abstieg fern zu halten. Das letzte Match beendete man mit 3:2 gegen den FV Eppertshausen II.