7:7-Remis gegen Stockstadt ist enttäuschend / Nationaltrainer anwesend

E-Mail Drucken

Nationaltrainer Marcel Loosveld (links) mit Germania-Präsident Norbert Rink. Der holländische Coach zeigte sich angetan von den Leistungen der Teams.Die Mannschaft von GO Rhein-Main hatte sich im Heimspiel gegen Lavin Stockstadt viel vorgenommen. Ein Sieg war fest eingeplant. Vor allem auch deshalb, weil Futsal-Nationaltrainer Marcel Loosveld erstmals in dieser Saison ein Spiel der Germania besuchte. Doch am Ende musste sich die Mannschaft von Trainer Dennis Bessel mit einem 7:7 (3:2) – Unentschieden begnügen.

Vor allem die mangelnde Torhausbeute in Halbzeit eins begründet die Punkteteilung. Reihenweise wurden beste Einschussmöglichkeiten nicht genutzt. Zu diesem Zeitpunkt gab es keine Anzeichen, dass die Mission Heimsieg scheitert. Nach 20 effektiven Spielminuten stand es allerdings nur 3:2.

Nach der Pause setzte sich die Dominanz von Ober-Roden in den ersten Minuten fort.  Jedoch wurde die Partie zunehmend hektischer und der Spielfluss unkonzentriert. Selbst eine zwischenzeitlich herausgespielte 6:3-Führung trug nicht zur Beruhigung bei. Im Gegenteil, viele unnötige Foulspiele seitens der Germanen brachten die Gäste zurück ins Spiel. Ab Foul Nr. sechs gibt es im Futsal bekanntlich Zehn-Meter-Freistöße ohne Mauerbildung. Die Germania „schenkte“ den Gästen durch teils ungeschicktes Einsteigen eine Reihe dieser aussichtsreichen Einschusschancen. Die Lavin-Spieler erhielten neue Motivation, nutzen einige der Zehn-Meter-Freistöße erfolgreich und Tor um Tor verringerte Stockstadt den Rückstand. Und 44 Sekunden vor der Schlusssirene schien das Drama perfekt: Nach vier Toren in Folge ging das Gästeteam mit 7:6 in Führung. Wie schon beim Auswärtsspiel in Nürnberg drohte GO Rhein-Main eine Niederlage in letzter Spielminute. Doch die Rettung besorgte „Marcelo“ Jansa, der 22 Sekunden vor dem Ende der Partie den Ball aus kurzer Entfernung über die Linie des Stockstädter Tors drückte und zumindest eine Punkteteilung rettete.

„Für uns ist das Unentschieden eine gefühlte Niederlage“, resümierte Trainer Bessel. „Wir hatten uns viel vorgenommen, doch wir schafften es nicht, konzentriert unser taktisches Konzept umzusetzen. Wir sind noch nicht gefestigt genug.“ Marcel Loosveld ergänzte: „Ich kann erhebliche Fortschritte bei GO Rhein-Main feststellen. Es gelang aber nicht, diese Dominanz auf dem Spielfeld umzusetzen.“

Die Tore für die Germania erzielten: Jansa (3), Lovchev (2), Kniller und Vedric (je 1).

Die nächste Partie findet am 11. November 2017 ebenfalls in heimischer Halle gegen den TV Wackersdorf statt (Anstoß: 15.30 Uhr).

Das Urteil im Verfahren über den Einspruch gegen die Wertung des Spiels gegen Portus Pforzheim (2:7) wird in der kommenden Woche erwartet, nachdem des SFV-Sportgericht inzwischen die Beweisaufnahme abgeschlossen hat. Germania Ober-Roden rechnet fest damit, dass das Sportgericht dem Einspruch stattgibt.