Einspruch gegen Spielwertung nach Niederlage gegen Pforzheim

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Auf dem Spielfeld gab es eine klare Niederlage im dritten Meisterschaftsspiel gegen den FC Portus Pforzheim am Samstag 7. Oktober 2017. 2:7 (0:2) stand es nach Abschluss der 40 effektiven Spielminuten. Jedoch stellte sich in der Nachbetrachtung der Begegnung auch durch Hinweise von Dritten schnell heraus, dass mehrere von Pforzheim im Spielbericht aufgeführte Spieler gar nicht auf dem Spielfeld standen, sondern stattdessen unter deren Namen andere Akteure, die überhaupt keine Spielberechtigung für den Verein hatten.

Und da es sich dabei offensichtlich um ehemalige Futsal-Profis aus Kroatien handelte, machten sie natürlich den entscheidenden Unterschied auf dem Spielfeld aus. Sie erzielten alle sieben Tore der Pforzheimer.
„Wir sind echt enttäuscht“, kommentierte dann auch der zuständige Abteilungsleiter Bernd Barutta, „mit Pforzheim verbindet uns ein sehr gutes Verhältnis, deshalb sind wir von der Vorgehensweise negativ überrascht“. Nach kurzer Beratung hat der Verein unter Führung von Präsident Norbert Rink dann beschlossen, Einspruch gegen die Spielwertung beim Süddeutschen Fußball-Verband einzulegen. Dieser liegt inzwischen dem Süddeutschen Fußball-Verband vor.
Aus Sicht der Ober-Röder leidet das Ansehen der gesamten Futsal-Regionalliga unter dieser Vorgehensweise. Immerhin handelt es sich um die höchste deutsche Futsal-Spielklasse. Ein anderer Aspekt zeigte sich durch das Ergebnis des Spiels aber auch: Der Einsatz von ausgebildeten Futsal-Spielern aus der Balkanregion kann den entscheidenden Unterschied ausmachen. „Wir müssen erkennen“, so Trainer Dennis Bessel, „dass wir in Deutschland noch keine optimale Spielerschulung haben. Wer erfolgreich sein möchte, muss am Ende auf Spieler aus dem Ausland setzen“. Gegen die Klasse, die am Samstag in Ober-Roden auflief, hatte das heimische GO Rhein-Main-Team daher keine reelle Chance. Es war eine bewusst herbeigeführte unzulässige Wettbewerbsverzerrung.